Düsseldorf - Die Deutsche Post hat nach einem Gerichtsurteil mehr als 1 Mrd. Euro aus der Kasse des Bundes erhalten. Die Gelder seien überwiesen worden, sagte eine Sprecherin des Konzerns am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Es handle sich um "rund 1,07" Mrd. Euro. Die Aktie der Post drehte daraufhin ins Plus.

Die Deutsche Post hatte sich im Juli in einem Rechtsstreit mit der EU-Kommission durchgesetzt. Das EU-Gericht erster Instanz in Luxemburg hatte entschieden, dass der Bonner Konzern 2002 auf Druck der EU-Kommission zu Unrecht angebliche Beihilfen an die deutsche Bundesregierung überweisen musste. Diese Gelder flossen zuzüglich Zinsen zurück an die Post.

Die Anteilseigner des Konzerns können nun auf eine Sonderdividende oder einen Aktienrückkauf hoffen. "Abhängig von der Klärung weiterer Fragen rund um das Cash-Management des Unternehmens", bekräftigte die Sprecherin mit Blick auf die weiter offene Zukunft der Postbank, "sollen die Mittel vorzugsweise für eine Auszahlung an die Aktionäre vorgesehen werden". (APA/Reuters)