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Statt zwei Prisen Muskatnuss 20 ganz Muskatnüsse: Diese Überdosis bringt Vergiftungserscheinungen mit sich

Foto: AP/Tina Fineberg

Stockholm - In Schweden sind tausende Ausgaben einer Gastronomie-Zeitschrift zurückgerufen worden, weil ein darin abgedrucktes Rezept einen folgenschweren Fehler enthielt. Mindestens vier Menschen erlitten Vergiftungen, weil die Backanleitung für einen Apfelkuchen falsche Mengenangaben enthielt, wie die betroffene Zeitschrift "Matmagasinet" am Donnerstag mitteilte. Statt von zwei Prisen Muskatnuss war in dem Rezept fälschlicherweise die Rede von 20 ganzen Muskatnüssen gewesen.

Schwindelanfälle, Kopfschmerzen

"Wir wissen, dass vier Erwachsene von einem Kuchen gegessen haben, der nach diesem Rezept gebacken wurde, und sie fühlten sich nicht gut", sagte Chefredakteurin Ulla Cocke. Dies sei sehr bedauerlich. Die vier Betroffenen zeigten demnach Vergiftungserscheinungen wie Schwindelanfälle und Kopfschmerzen. Es gehe ihnen aber bereits wieder besser, sagte Cocke weiter.

"Matmagasinet" hatte zunächst auf eine Rückrufaktion verzichtet und seine Abonnenten lediglich per Brief über den Fehler informiert sowie den an Kiosken verkauften Ausgaben einen Zettel beigelegt. "Wir haben nicht wirklich gedacht, dass jemand diesen Kuchen backen oder essen würde, weil so viel Muskatnuss einen furchtbar bitteren Geschmack ergibt", sagte Cocke. Auch sei es gar nicht so einfach, so viele Muskatnüsse zu bekommen. Nach Bekanntwerden der Vergiftungsfälle wurden dann alle Ausgaben zurückgerufen. (APA/AFP)