Grafik: Ubuntu

Einmal mehr sorgt das Mozilla-Projekt mit seiner Markenpolitik für Verärgerung in Teilen der Linux-Community: So wird seit kurzem vor dem ersten Start des Firefox unter Ubuntu das "End User License Agreement" eingeblendet, ein Zwischenschritt, der bislang nicht vonnöten war und den Zorn so mancher BenutzerInnen auslöst.

Zwang

Im zugehörigen Bug-Report verweist Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth darauf, dass man von Mozilla zu diesem Schritt gezwungen worden sei. Andernfalls hätte man den Markennamen "Firefox" nicht mehr weiter benutzen dürfen. Angesichts dessen, dass der Firefox der unumstrittene Default-Browser unter Ubuntu ist, sei man auf die Bedingungen eingegangen, auch wenn man damit nicht sonderlich glücklich sei, so Shuttleworth.

Alternative

In der Vergangenheit gab es immer wieder hitzige Diskussionen über die Markenpolitik von Mozilla, so hatten die Restriktionen im Umgang mit dem offiziellen Branding - also Icons, Artwork und Name - dazu geführt, dass Debian bis heute mit Iceweasel einen eigenen Firefox-Ableger ausliefert. Für die kommende Ubuntu-Release plant man ähnliches, allerdings nur als explizite Alternative: In "Intrepid Ibex" kann der Firefox durch den "abrowser" ersetzt werden, eine Firefox-Variante ohne offizielles Branding und der Notwendigkeit einer EULA-Anzeige. (apo)