Anfang der Achtziger verkaufte Ray Ban 18.000 Modelle der Wayfarer im Jahr, fünf Jahre später 1,5 Millionen. Dazwischen lag ein lukrativer Product-Placement-Deal, der die Holly-Golightly-Brillen wieder groß machte. Wer in den 80ern auf "Miami Vice" machte, der hatte sie auf der Nase. Nachdem Vintage-Modelle auf Ebay hohe Preise erzielten, wurde die Wayfarer 2007 wieder aufgelegt.

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Jeans war lange nur ein anderes Wort für die 501 - zumindest in jenen Kreisen, die mehr als eine Arbeiterhose wollten. Gerade geschnitten, am Oberschenkel anliegend und am Unterschenkel weiter, sitzt die 501 so, dass Po und Schritt zum Blickfang werden. Zudem wirkt der Buttonfly auf viele Männer weniger beklemmend als ein Reißverschluss. In den letzten Jahren wurde es still um die 501, derzeit promotet sie Levi's wieder offensiv.

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Spätestens als der Böhse-Onkelz-Titel "Dr. Martens Beat" 1984 verboten wurde, war klar: Diese Stiefel sind böse. Die Schuhe mit den gewölbten Lederkappen und dem gelben Nähfaden wurden 1945 von Dr. Klaus Maertens entwickelt. In die Jugendkultur kamen sie mit den Hard Mods, später den Skinheads, viel später den Punks. Heute wirken sie wie Überbleibsel aus einer rebellischen Vergangenheit, gefertigt werden sie mittlerweile in Asien.

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Mit Teenageraugen betrachtet, war das Jahr 1983 ein Urknall fürs Handgelenk: endlich Uhren, für die nicht nur das Taschengeld reichte, sondern die auch cool ausschauten, indem sie sich bunt von den faden Digitaluhren absetzten. Mit den Augen des Unternehmers Nicolas Hayek betrachtet, war seine Erfindung die Antwort auf die asiatischen Billiguhren; seitdem gilt er als Retter der Schweizer Uhrenindustrie. 333 Millionen Swatch-Uhren verkauften sich bis 2006, die neueste Kollektion ist den Bösewichten der Bond-Filme gewidmet. (Der Standard/rondo/26/09/2008)

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