Bild nicht mehr verfügbar.

Schwerer Nebenwirkungsfall beim deutschen Pharmakonzern

Foto: APA/EPA/Arne Dedert

Frankfurt - Der Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern Merck hat einen schweren Fall von Nebenwirkungen bei einem seiner Wirkstoffe gemeldet. Bei der Anwendung des Biotech-Medikaments Raptiva habe der US-Vertriebspartner Genentech gemeldet, dass bei einem 70-jährigen Patienten eine seltene Nervenkrankheit ausgebrochen sei, teilte das Unternehmen mit.

Vorerst nur ein Fall

Der Patient habe Raptiva seit mehr als vier Jahren erhalten und sei an progressiver multifokaler Leukoenzephalopathie (PML) erkrankt, einer Entmarkungskrankheit des zentralen Nervensystems, die zu schwerer Behinderung oder zum Tod führe. Es gebe keine anderen Fälle von bestätigter PML unter den 46.000 Raptiva-Patienten, betonte Merck. Die Gesundheitsbehörden seien informiert worden. Das Biotech-Arzneimittel wird zur Behandlung der chronischen Polyarthritis und zur Therapie schwerster Psoriasis eingesetzt. Die Nebenwirkung betraf offenbar einen Patienten mit Schuppenflechte. (APA/Reuters)