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Foto: APA/ORF/Badzic

Wien - Zehn österreichische Gruppen oder EinzelinterpretInnen fiebern der Song Contest-Ausscheidung hoffnungsvoll entgegen: Am 14. März wird das ORF-Publikum im Rahmen der von "DJ Ötzi" Gerry Friedle und Ö3-Moderatorin Gabriela Dorschner präsentierten Live-TV-Show "song.null.drei" entscheiden, welcher Song am 24. Mai für Österreich beim 48. Song Contest in Lettland ins Rennen geschickt werden soll. Sehr verschiedene InterpretInnen und Songs wurden am Montag Abend den Medien vorgestellt.

"Bunter Haufen"

Die MitbewerberInnen, sind "ein bunter Haufen, unterschiedlich und interessant", so Dorschner bei der Pressepräsentation. Nicht nur Nervosität, Spannung, Terminbelastung und Vorfreude verbindet die KandidatInnen, alle sind sich sicher, dass die Vorentscheidung "song.null.drei" von der ORF-Show "Starmania" profitieren wird, da die Casting-Show die Zuschauer auf die österreichischen Musiktalente aufmerksam gemacht habe.

Alf Poier: Individualismus gegen Kollektivismus

Die Bandbreite der Songs reicht von Balladen, Rock, Pop bis zu Alternativ. Der Wiener Roman Kostrouch, der von Universal Music mit seinem selbstkomponierten Lied "Frei sein" ins Rennen geschickt wird, und der steirische Kabarettist Alf Poier, sind die einzigen, die ihre Songs auf Deutsch vortragen werden. Poier hat vor, "mit Individualismus gegen Kollektivismus zu punkten", wie er erklärt. "Ich bin mir sicher, mit meinem Lied 'Weil der Mensch zählt' gegen die europäische Plattheit zu demonstrieren. 'Starmania' hat bewiesen, dass in Österreich jeder Gurkenbauer ein Star werden kann", gibt sich Poier zuversichtlich.

Bewerbung möglich

Ab sofort dürfen die Lieder schon vor dem TV-Event im Radio gespielt werden, die KandidatInnen blicken einer "sehr stressigen, intensiven und wichtigen Zeit", so die Sängerin der Gruppe "xtraordinary", Jasmin Holzmann, entgegen. Die InterpretInnen können allesamt Bühnenerfahrung vorweisen, mit der 24-jährigen Tirolerin Petra Frey, die 1994 Österreich beim Song Contest Österreich schon einmal vertreten hat, geht eine routinierte Sängerin ins Rennen. "Ich glaube damals war ich noch zu jung, meine Kreativität kann ich erst jetzt so richtig genießen und schätzen", erklärt Frey. Die Kärntner Band J.O.B. gibt sich überzeugt, "dass letztendlich nur der Song entscheidet".

Gewählt wird am 14. März wie bei der Freitagsshow "Starmania" via SMS und Televoting. Die Ö3-Moderatoren Daniela Zeller und Andreas Jäger verkünden das Ergebnis, bei dem diesmal auch zwischen den Votings der männlichen und weiblichen Zuschauer unterschieden wird. Ein Song kann maximal 20 Punkte erreichen - zehn Punkte von Frauen und zehn Punkte von Männern. Erhält ein Lied zum Beispiel zehn Punkte von den Frauen und drei Punkte von den Männern, ergibt das insgesamt 13 Punkte. Mit diesem System siegt diejenige Startnummer, die bei beiden Geschlechtern gemeinsam am besten ankommt. Es ist also durchaus möglich, dass ein Song nach Riga geschickt wird, der weder bei den männlichen noch bei den weiblichen Fans die Nummer eins ist. (APA)