Hannover- Die Absatzflaute bei den Autoherstellern trifft die Zulieferer immer stärker. Continental will bereits am Donnerstag die ersten Beschäftigten in Kurzarbeit schicken. Die Produktion von Lkw-Reifen in Hannover werde aus Mangel an Aufträgen vom 4. Dezember bis 4. Jänner ruhen, sagte eine Unternehmenssprecherin am Montag in Hannover. Bei Bosch gilt Kurzarbeit schon für fast 4.000 Beschäftigte. Auch andere Firmen und Autohersteller denken über eine Einschränkung von Arbeitszeiten nach oder haben bereits verlängerte Weihnachtspausen angekündigt.

Betroffen von der Kurzarbeit bei Continental seien 600 der 2.700 Beschäftigten im Conti-Werk Hannover-Stöcken, sagte die Sprecherin und bestätigte in Teilen einen Bericht der "Neuer Presse" aus Hannover. Ein Großteil der Betroffenen werde allerdings zunächst Arbeitszeitkonten abbauen oder Urlaubsansprüche abbummeln.

Continental überprüft den Angaben zufolge derzeit die Auftragslage an allen 50 deutschen Standorten und führt auch in anderen Werken bereits Gespräche mit Betriebsräten über Kurzarbeit. Weitere Entscheidungen für die bundesweit 50.000 Mitarbeiter seien noch nicht gefallen, sagte die Unternehmenssprecherin. Ob die Lkw-Reifen-Produktion in Hannover tatsächlich am 5. Jänner wieder aufgenommen werde, hänge von der weiteren Entwicklung der Aufträge ab. (APA/AP)