Moskau - Die größte russische Bank, die Sberbank, soll an einer Übernahme der Raiffeisenbank interessiert sein. "Der Kauf einer Filialbank in Osteuropa gehört zur Strategie der Sberbank. Derzeit kommen zwei Banken in Frage: die ungarische OTP Bank und die Raiffeisenbank", zitiert Interfax eine anonyme Quelle, die mit den Plänen der Sberbank vertraut ist.

Die Sberbank habe sich bereits mit dem Management der beiden Banken getroffen und Gespräche geführt. Laut Finmarket soll Morgan Stanley als Berater fungieren. Sowohl die Sberbank als auch Raiffeisen wiesen den Bericht als unwahr zurück.

"Es schaut so aus, als ob da eine Langzeit-Strategie der Sberbank durchgesickert ist", meint UniCredit-Analyst Rustam Botaschew. Derzeit sei es jedoch unwahrscheinlich, dass die Sberbank eine Übernahme plane. Die Sberbank brauche das Geld für die Refinanzierung von Krediten. (ved, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 02.12.2008)