Klagenfurt - Im Fall des gestohlenen Sarges des Milliardärs Karl Friedrich Flicks hat die die Familie 100.000 Euro Belohnung für "Hinweise, die unmittelbar zur Wiedererlangung der sterblichen Überreste" und zur Ergreifung der Täter führen, ausgesetzt. Das teilte Jörg-Andreas Lohr, Vorsitzender des Vorstands der Flick Privatstiftung am Freitagnachmittag in einem Schreiben mit.

"Das ist immerhin die höchste Belohnung, die in Kärnten je ausgelobt wurde", sagte Hermann Klammer vom Landeskriminalamt (LKA) Kärnten.

Die beeindruckende Summe könnte für die eine oder andere Person "höchst lukrativ" erscheinen, meinte Klammer gegenüber der APA. "An der Aktion müssen ja mehrere Täter beteiligt gewesen sein", sagte der LKA-Chef.

Großeinsatz im Burgenland

 Am Mittwochabend hat es in Eberau im Bezirk Güssing im Südburgenland einen Großeinsatz der Exekutive gegeben, berichteten die Zeitungen "Österreich" und "Kronen Zeitung". Die Aktion dauerte von 17.00 Uhr bis Mitternacht .Der Sarg wurde jedoch nicht gefunden, gab die Polizei bekannt.

Die Polizei soll Hinweise erhalten haben, dass die Grabräuber den Sarg mit einem Lastwagen ins Südburgenland gebracht haben. Der Lkw soll auf einem Bauernhof in Eberau versteckt worden sein. Die Durchsuchung des bauernhofs verlief allerdings ohne Erfolg. Es sei zu keiner Festnahme gekommen, gab die Polizei bekannt. (APA)