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Im kleinen Hoffenheim in der Nähe von Mannheim im Kraichgau bereitete sich 1899 auf das große Spiel vor. Selim Teber (links) und Vedad Ibisevic auf dem Weg zum Trainingsplatz.

Foto: Getty/ Bongarts

Uli Hoeneß, Bayern-Manager: "Spiele werden durch die besseren Spieler entschieden, und die haben wir. Natürlich sind wir besser als Hoffenheim. Da wird übrigens mehr Geld gezahlt, als sie alle rumerzählen. Trotz der Finanzkrise hat der Herr Hopp schon noch ein paar Euro übrig."

Dietmar Hopp, Hoffenheim-Mäzen: "Ich bin schon überrascht. Ich habe mit Franz Beckenbauer ein gutes Verhältnis und dachte, das habe ich auch mit Uli Hoeneß. Doch da muss ich mich getäuscht haben."

Franz Beckenbauer, FCB-Präsident: "Wir werden Hoffenheim zeigen, wo der Bartel den Most holt."

Andreas Ibertsberger, Hoffenheim: "Ich stehe den Bayern neutral gegenüber, mag sie weder sehr, noch hasse ich sie. Sie verdienen natürlich Respekt."

Jürgen Klinsmann, Bayern-Trainer: "Wir sind bis in die Haarspitzen motiviert. Wir wollen die sportlichen Fragen positiv beantworten, alles andere ist zweitrangig."

Sead Salihovic, Hoffenheim: "Wir haben eine gute Chance, wenn wir uns nicht verstecken. Wir sind momentan besser."

K.-H. Rummenigge, FCB-Vorstand: "Es ist wichtig, dass wir jedem Gegner Respekt entgegenbringen." "Wo waren die eigentlich die letzten 100 Jahre?"

Ralf Rangnick, Hoffenheim-Coach: "Das zeigt doch die wahre Gemütslage der Bayern. Offensichtlich werden wir von ihnen brutal ernst genommen."

"Wenn es ein Western wäre, was es nicht ist, dann würden wir uns ihren Skalp holen wollen. Wenn Bayern verliert, dann wäre das ein Erdrutsch."

"Wir wollen einen Ausgang wie im Asterix-Heft."

"Was Ribery an Ablöse gekostet hat und an Gehalt kostet - das würde bei uns für zwei, drei Jahre für den ganzen Kader reichen."

"Wenn sie flotte Sprüche hören wollen, dann müssen sie nach München gehen. Wenn sie flotten Fußball sehen wollen, dann sind sie bei uns genau richtig."

Mark van Bommel, Bayer: "Wir kennen diese Situation, dass wir nicht verlieren dürfen. Ansonsten gibt es Häme. Wenn wir 8:4 gewinnen, bin ich zufrieden. Dann sind wir Erster und haben acht Tore geschossen."

Oliver Kahn, Ex-Bayer: "Der FC Bayern wird wohl ziemlich klar gewinnen. Er ist es seit gut dreißig Jahren gewohnt, zu jagen oder gejagt zu werden.Es wird ungern gesehen, dass da quasi ein Emporkömmling vor dem FCB steht."

Bastian Schweinsteiger, Bayer: "Hoffenheim hat nichts zu verlieren. Wenn sie gegen uns gewinnen, freut sich die ganze Nation. Wenn sie remis spielen, schmunzeln die meisten. Und wenn sie verlieren, passiert gar nichts."

Bayern München gegen 1899 Hoffenheim, das Duell um die deutsche Herbstmeisterschaft, stößt am Freitag weltweit auf großes Interesse bei den Fernsehpartnern. In 168 Länder, auch nach Österreich (beim Pay-TV-Sender Premiere, 20.30 Uhr), wird das Match übertragen.

Die Bayern, momentan drei Punkte hinter dem sensationellen Tabellenführer Hoffenheim, der erst heuer in die Bundesliga aufstieg, haben noch dazu auch das schlechtere Torverhältnis. Sie müssen mit vier Toren Unterschied gewinnen, um Hoffenheim von der Spitze zu verdrängen. Bei Hoffenheim dürfte ein Österreicher, der linke Verteidiger Andreas Ibertsberger, zum Einsatz kommen, ein anderer, Goalie Ramazan Özcan, sitzt wohl auf der Bank. (Fritz Neumann, DER STANDARD, Printausgabe, Freitag, 5. Dezember 2008)