Paris - Drei Mitglieder der internationalen Verbrecherbande "Pink Panther" sind wegen eines Raubüberfalls in Frankreich zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Trio soll auch bei Raubüberfällen in Deutschland, Österreich und London in den vergangenen Jahren Schmuck im Wert von mehr als 7,5 Millionen Euro erbeutet haben.

Der seit 2005 flüchtige serbische Hauptangeklagte wurde nach Angaben des Gerichts in Chambery von Donnerstag in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft verurteilt, seine Komplizen zu sechs und zehn Jahren. Die Männer gehören zu einer etwa 200 Mann starken Verbrecherbande, zumeist frühere Söldner aus Ex-Jugoslawien, die von Polizisten in aller Welt verfolgt wird.

Sie sind spezialisiert auf Luxus-Schmuckgeschäfte, operieren nach Angaben von Ermittlern hoch professionell und sollen in den letzten zehn Jahren unter anderem in Dubai, in der Schweiz und in Liechtenstein Schmuck im Wert von über 100 Millionen Euro erbeutet haben. Den Spitznamen "Pink Panther" gaben ihnen britische Polizisten 2003, die ein gestohlenes Schmuckstück in einem Cremetopf entdeckten, wie in der berühmten Krimi-Komödie mit Peter Sellers und David Niven "Der rosarote Panther" (1963).

Ob die drei in Paris verurteilten Mitglieder der Verbrecherbande "Pink Panther" selbst in Österreich aktiv waren, lasse sich nicht eruieren, sagte ein Sprecher des Bundeskriminalamtes (BK) in Wien am Donnerstag. Fest steht, dass aufgrund des Modus Operandi Straftaten in Wien, Salzburg und im Burgenland der Gruppe zugeordnet werden. (APA/dpa)