St. Pölten - Im Inzest-Fall in Amstetten wird der Termin für den Prozessstart wohl erst 2009 bekanntgegeben. Wie Franz Cutka, Vizepräsident des Landesgerichtes St. Pölten am Freitag berichtete, lese sich die vorsitzende Richterin, Andrea Humer, gerade in den 15 Bände umfassenden Akt ein. Wann die für mehrere Tage anberaumte Verhandlung beginnt, werde vermutlich nicht mehr vor Jahreswechsel feststehen.

Einen Medienbericht, wonach in dem Fall keiner Geschworener sein wolle, wies Cutka zurück. "Das ist aus der Luft gegriffen". Cutka verwies darauf, dass es Staatsbürgerpflicht sei, die Funktion des Geschworenen auszuüben. Es gebe jedoch Entschuldigungsgründe, etwa wenn die Personen vor der Ladung einen Urlaub gebucht habe. Selbiges gelte etwa auch für hochschwangere Frauen, die beim Prozess kurz vor der Niederkunft stehen würden.

Josef F. befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Der 73-Jährige muss sich wegen wegen Mordes, Sklavenhandels, Vergewaltigung, Freiheitsentziehung, schwerer Nötigung und Blutschande vor Gericht verantworten. (APA)