Kaum ist Fedora 10 fertiggestellt, macht sich das Projekt hinter der Linux-Distribution schon an die Planung der nächsten Generation ihrer Software. So hat man sich nun auf einen fixen Zeitplan geeinigt.

Ausblick

Demnach soll eine erste Alpha-Version von Fedora 11 Anfang Februar erhältlich sein, eine Beta-Version dann in der zweiten März-Hälfte folgen. Die gewohnte - bis auf Bugfixes vollständige - Preview ist für Ende April vorgesehen, bevor Fedora 11 dann am 26. Mai zum Download bereit gestellt werden soll.

Software

Einige Eckpunkte der geplanten Softwareausstattung sind schon bekannt, immerhin orientiert man sich dabei an den entsprechenden Upstream-Projekten. Sowohl GNOME 2.26 als auch KDE 4.2 und OpenOffice.org 3.1 sollen in Fedora 11 integriert werden.

Ziele

Gleichzeitig arbeitet man aber auch wieder an einigen eigenen Zielen, die man im Projekt-Wiki zusammenträgt. Zu den bereits fix geplanten neuen Features gehört die - zunächst teilweise - Ablöse des Hardware-Abstraktions-Layers HAL durch das - ebenfalls von Red Hat entwickelte - DeviceKit. Zusätzlich soll Fedora Multiseat-tauglich werden, es sollen also mehrere Personen mit jeweils eigenen Eingabegeräten problemlos am selben Rechner arbeiten können.

Updates

Angesichts der gewohnt hohen Zahl an von Fedora ausgelieferten Updates kommt dem "Presto"-Plugin wohl besondere Bedeutung zu: Dieses erlaubt nämlich die Auslieferung von neuen Versionen als "Delta-RPMs", dabei werden nur die Veränderungen gegenüber dem installierten Paket heruntergeladen, was erheblich bandbreitenschonender ist.

Sound

Für den GNOME-Desktop ist ein neues Tool zur Regelung der Lautstärke geplant, dieses soll gleich mit dem Sound Server PulseAudio verbunden werden, und so die leichte Konfiguration dessen fortgeschrittener Fähigkeiten erlauben. So soll sich dann etwa festlegen lassen, dass für unterschiedliche Aufgaben unterschiedliche Ausgabegeräte genutzt werden. Also etwa automatisch für Skype und Co. das Bluetooth-Headset angesprochen wird, während sonst die Ton-Ausgabe auf die Lautsprecher erfolgt.

Ausblick

Weitere neue Features für Fedora 11 sollen im Rahmen der EntwicklerInnenkonferenz FUDCon im Jänner in Boston festgelegt werden. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 05.12.2008)