Bratislava - Die slowakischen Eisenbahner befinden sich seit Freitag in Streikbereitschaft. Zuvor waren am Donnerstag Gespräche der Gewerkschaftsführung mit Vertretern der Regierung und der staatlichen Eisenbahngesellschaften zu keinem Ergebnis gekommen.

Das Verkehrsministerium wehrte sich gegen die Vorwürfe in einer Aussendung. Darin wird der Gewerkschaft vorgeworfen, mit ihrer Streikdrohung "zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt" der staatlichen Bahn schwer zu schaden. Denn diese hätten ohnehin mit den Auswirkungen der Finanzkrise zu kämpfen.

Konkrete Lösungsvorschläge bot das Ministerium allerdings nicht an. Die Eisenbahner wollen laut Gewerkschaft so lange in Streikbereitschaft bleiben, bis die Regierung konkrete Schritte nenne, um einen Kollaps der staatlichen Eisenbahnen abzuwenden. Sie wirft der Regierung vor, angesichts der internationalen Finanzkrise und der immer geringeren Konkurrenzfähigkeit des Schienenverkehrs gegenüber dem Straßentransport in der Slowakei untätig zu sein.(APA/dpa)