Auf dem Weg zum Unterricht kämpft sich ein Schüler auf der Uferpromenade der westgriechischen Lagunenstadt Etoliko durch die Wassermassen.

Sofia/Skopje/Athen - Starke Stürme und Gewitter haben in Bulgarien zu zahlreichen Stromausfällen geführt. Am schlimmsten betroffen war der Raum Kardschali im Süden des Landes, wie der bulgarische Staatsrundfunk berichtete. Stürmische Winde beschädigten in der Nacht zum Freitag Hausdächer in vielen Landesteilen. Am internationalen Flughafen der Hauptstadt Sofia stürzte sogar das Vordach eines Terminaleingangs ein. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Der Flugverkehr konnte planmäßig fortgesetzt werden.

Ungewöhnlich warm

In den Tagen vor den Stürmen war es in Bulgarien mit Temperaturen um 23 Grad ungewöhnlich warm für die Jahreszeit gewesen. In der mittelbulgarischen Stadt Veliko Tarnovo wurde am Donnerstag mit 28,6 Grad ein Rekordwert für Dezember gemessen.

Schwere Gewitter sind am Donnerstag auch über große Teile Mazedoniens niedergegangen. Eine 79-jährige Frau ertrank im Osten des Landes, eine 76-Jährige gilt weiterhin als vermisst, wie Lokalmedien am Freitag berichteten. Die Stürme verursachten auch erhebliche Sachschäden an zahlreichen Häusern und Fahrzeugen.

Stürme der Stärke zehn und mehr hatten auch die griechische Küstenwache dazu veranlasst, den gesamten Fährverkehr am Donnerstag einzustellen. Angefacht durch die starken Winde waren auf der Ferieninsel Rhodos zudem zwei Waldbrände ausgebrochen. Die Flammen seien nach Angaben der Behörden schwer einzudämmen, weil Löschflugzeuge wegen der stürmischen Winde nicht eingesetzt werden konnten. In ganz Griechenland herrschen bereits seit Tagen sommerliche Temperaturen. (dpa, mar, DER STANDARD Printausgabe, 06./07./08.2008)