New York - Der UN-Sicherheitsrat hat die Gewalt jüdischer Siedler in Hebron im Westjordanland verurteilt. In einer gemeinsamen Erklärung begrüßten die 15 Sicherheitsratsmitglieder am Freitag die Räumung eines von jüdischen Siedlern besetzten Hauses. Zugleich verurteilten sie die Gewalt vonseiten der Siedler, die sich nach der Räumung "gegen palästinensische Zivilisten und deren Eigentum richtete". Die Sitzung des Sicherheitsrats war auf Antrag der arabischen Botschafter bei der UNO zustande gekommen.

Arabische Länder "ernsthaft besorgt"

Der ägyptische Botschafter Maged Abdelaziz zeigte sich in einem Brief im Namen der arabischen Länder "ernsthaft besorgt" angesichts "der jüngsten Eskalation der Gewalt, der Belästigung, der Einschüchterung und der Provokation vonseiten der israelischen Siedler gegen palästinensische Zivilisten". Der UN-Sicherheitsrat müsse Maßnahmen ergreifen, um eine weitere Verschlimmerung der Lage in dem Palästinensergebiet zu verhindern.

Nach der Räumung des Hauses hatte es am Donnerstag Ausschreitungen gegeben. Ultranationalistische Siedler griffen Palästinenser an, zerstörten Olivenhaine und zündeten Autos sowie zwei Häuser an. Drei Palästinenser wurden durch Schüsse verletzt. Aus Furcht vor weiteren Ausschreitungen waren die Sicherheitsvorkehrungen am Freitag im Westjordanland und in Jerusalem verstärkt worden. (APA/AFP)