Moskau - Die Ende der 90er Jahre in einem Wald bei Jekatarinenburg geborgenen Gebeine sind tatsächlich die des letzten russischen Zaren Nikolaus II. Ein US-Speziallabor verglich aus den Überresten entnommene DNA mit der von Nikolaus' Sohn, seinem Vater und Cousin, wie die Nachrichtenagentur Interfax am Freitag berichtete. Das Resultat bestätige zweifelsfrei, dass es sich um die Gebeine von Nikolaus II. handle, sagte Michael Coble vom DNA-Analyselabor der US-Armee laut Interfax.

Revolution

Nikolaus II., seine in Deutschland geborene Frau Alexandra und ihre fünf Kinder waren acht Monate nach der Oktoberrevolution 1917 in der Ural-Stadt Jekatarinenburg erschossen worden. Nach dem Fall der Sowjetunion 1991 wurden die in einem Wald verscharrten Leichen geborgen. 1998 bestätigte die russische Regierung die Identität der Gebeine, letzte Zweifel konnten jedoch erst durch die Genanalyse ausgeräumt werden. Russlands höchstes Gericht hatte Nikolaus II. im Oktober offiziell rehabilitiert und die Tötung der Zarenfamilie durch sowjetische Behörden als "ungesetzlich" verurteilt. (APA/AFP)