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Starker Auftritt im zweiten Durchgang bei perfekten Bedingungen von Raich.

AP Photo/Alessandro Trovati

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Ted Ligety führte nach Durchgang eins noch komfortabel.

Foto: REUTERS/Rick Wilking

Beaver Creek/Colorado - Benjamin Raich hat am Sonntag die Ehre von Österreichs Skirennläufern gerettet und mit einem tollen zweiten Lauf noch den Riesentorlauf in Beaver Creek gewonnen. Der 30-jährige Tiroler setzte sich beim 31. Weltcup-Sieg seiner Karriere, dem zwölften in dieser Disziplin, mit dem Minimalstvorsprung von einer hundertstel Sekunde vor dem US-Amerikaner Ted Ligety durch.

Ligety hatte im ersten Lauf überlegene Bestzeit erzielt und war mit komfortablem Vorsprung von 1,05 Sekunden auf Raich, der bei Halbzeit nur Achter gewesen war, ins Finale der Top 30 gegangen. Aber während der Lokalmatador im zweiten Durchgang nicht über Rang 13 hinauskam, brauste der Pitztaler noch mit zweitbester Laufzeit auf den Siegrang und kam als einziger ÖSV-Läufer in die Top Ten an diesem Tag.

Einzelkämpfer

Zweitbester Österreicher war Romed Baumann als 14. unmittelbar vor Marcel Hirscher und Stephan Görgl. Hannes Reichelt, Hermann Maier, Mario Matt, Philipp Schörghofer waren bereits im ersten Durchgang ausgeschieden, im zweiten erwischte es dann vom ÖSV-Team auch noch Christoph Gruber.

"Vor dem Rennen habe ich mir schon etwas ausgerechnet, aber nach dem ersten Durchgang war es natürlich sehr schwierig. Ich habe dann probiert, alles am Limit zu fahren. Im unteren Teil ist mir das im Gegensatz zum ersten Durchgang auch gelungen", lautete der erste Kommentar von Raich, der zuletzt vor knapp einem Jahr - am 9. Dezember 2007 den Slalom in Bad Kleinkirchheim - ein Weltcup-Rennen gewonnen hatte. Im Riesentorlauf war der Doppel-Olympiasieger von 2006 zuletzt am 3. März des Vorjahres in Kranjska Gora ganz oben auf dem Podest gestanden.

Svindal wieder am Podest

Der Norweger Aksel Lund Svindal, an den Vortagen Sieger der Abfahrt und im Super-G auf der "Birds of Prey"-Piste, wurde Dritter. Damit führt Svindal nach dem siebenten Rennen überlegen die Weltcup-Gesamtwertung an. Er kommt mit 129 Punkten Vorsprung auf den zweitplatzierten ÖSV-Superstar Maier zu den Europa-Rennen. Im Riesentorlauf-Weltcup ist Raich, der beim Auftakt in Sölden Vierter geworden war, nun mit 150 Punkten Spitzenreiter vor Ligety (140). (APA)