Innsbruck - Aufatmen bei Österreichs Volleyball-Vizemeister Hypo Tirol. Dem Protest der aon hotVolleys gegen die 0:3-Auswärtsniederlage der Wiener am vergangenen Montag in der MItteleuropa-Liga (MEVZA) war auch in zweiter Instanz kein Erfolg beschieden. Wie die Liga den Innsbruckern am Sonntag mitteilte, wurde das Ansinnen abgelehnt und das Ergebnis bestätigt. Als Grund der Ablehnung wurde eine zeitlich nicht fristgerechte Einbringung des Protests genannt.

"Ich glaube, man hätte diese Angelegenheit auch intern behandeln können, anstatt sie, nachdem die Fristen schon abgelaufen waren, medial groß aufzupushen. Wahrscheinlich wollte er seine Mannschaft nach ihrer Leistung in Innsbruck aus der Schusslinie nehmen. Die ganze Angelegenheit hat Unruhe in unseren Verein gebracht, aber jetzt ist die Sache für uns abgeschlossen", kommentierte Tirol-Manager Hannes Kronthaler.

hotVolleys-Manager Peter Kleinmann nahm die Entscheidung der MEVZA zur Kenntnis ("Regeln muss es geben"), sah sich inhaltlich aber bestätigt. Denn die Mitteleuropa-Liga teilte den Streitparteien auch mit, dass sie das Verhalten von Tirol-Spieler Carletti als "unsportlich" ansieht und dem Italiener eine Verwarnung erteilt. Carletti hatte das Netz in der entscheidenden Phase des zweiten Satzes zum Schwingen gebracht und so eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters provoziert.

Obwohl der Protest aus formalen Gründen abgelehnt worden war, würde die Liga einer Neuaustragung zustimmen - sofern sich beide Teams darauf einigen können. Kleinmann möchte nichts unversucht lassen. "Das ist im Volleyball eine geächtete Unsportlichkeit", meinte Kleinmann. "Wir werden Tirol daher auffordern, das Spiel neuauszutragen, weil es auf unsportlichem Wege gewonnen worden war. Mut kann man nicht kaufen." (APA)