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Ministerpräsident Taro Aso kämpft um seine Beliebtheitswerte. Die Zustimmungsrate für ihn sank auf unter 25 Prozent.

Foto: AP Photo/Katsumi Kasahara

Tokio - Zehn Wochen nach seinem Amtsantritt steht der japanische Ministerpräsident Taro Aso unter wachsendem Druck. Seine Zustimmungswerte in der Bevölkerung sind nach jüngsten Meinungsumfragen auf unter 25 Prozent gestürzt. Ein solches Tief wird als kritisch für das politische Überleben einer Regierung gesehen. Aso sprach angesichts der miserablen Ergebnisse am Montag von einer "sehr ernsten" Situation. Es gibt erste Rufe nach seinem Rücktritt. Viele Bürger halten die Maßnahmen der Regierung gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise für unzureichend.

Die seit über 50 Jahren fast ununterbrochen regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) hatte Aso im September ins Amt gewählt, damit er bei den nächsten Unterhauswahlen eine Niederlage der Partei abwendet und ihren Machterhalt sichert. Die Wahlen stehen spätestens im September 2009 an.

Angesichts der Finanzkrise werfen Kritiker Aso vor, seine Wirtschaftspolitik sei unklar und ziellos. Kritik handelte sich Aso, der für sein loses Mundwerk bekannt ist, zudem wiederholt mit verbalen Fehltritten ein. So beleidigte er Senioren, die eine wichtige Wählerklientel für die LDP darstellen. Anstatt sich fit zu halten, würden sie ständig zum Arzt laufen. "Warum soll ich für Leute zahlen, die nur essen und trinken und sonst nichts für ihre Gesundheit tun?", wurde Aso zitiert. (APA/dpa)