Wien -  Am Dienstag werden in der Champions League werden die letzten drei  Achtelfinal-Tickets vergeben. Während AS Roma, Chelsea und Girondins Bordeaux in Gruppe A um die zwei Aufstiegsplätze ringen, geht es in Pool B im direkten Duell zwischen Panathinaikos und Anorthosis Famagusta in Athen um den Sprung in die Runde der letzten 16.

Ob Andreas Ivanschitz bei den Athenern, denen ein Punkt zum Weiterkommen reichen würde, zum Einsatzkommt, ist mehr als fraglich. Zuletzt wurde er beim 2:1-Auswärtssieg am Samstag gegen den Gspurning-Club Skoda Xanthi von Trainer Henk ten Cate nicht für den Kader nominiert. "Ich weiß auch nicht, warum. Er hat mir keinen Grund gesagt", meinte der Burgenländer. "Aber das beunruhigt mich nicht, weil ich die zwei Meisterschaftsspiele davor von Beginn an gespielt und auch sehr gut gespielt habe", erklärte Ivanschitz.

Für die Partie gegen die Zyprioten zeigte er sich optimistisch. "Die Mannschaft weiß, welche große Chance sie hat. Durch die zwei wichtigen Auswärtssiege gegen Bremen und Inter haben wir uns diese Chance erarbeitet, und die wollen wir nützen."

Das Hinspiel hatte Anorthosis 3:1 gewonnen, doch derzeit hat Famagusta mit einigen Problemen zu kämpfen. Gegen den Vereinschef Andreas Panteli laufen Ermittlungen wegen angeblicher Unterschlagung, außerdem setzte es zuletzt in der Meisterschaft ein 0:1 gegen APOEL Nikosia und damit einen Rückfall in der Tabelle auf Platz drei. Der Brasilianer Savio erlitt zu allem Überfluss eine Knieverletzung und ist ebenso wie die beiden Goalies Arian Begaj und Zoltan Nagy für Dienstag fraglich.

Sebastian Prödl darf im letzten Champions-League-Gruppenspiel von Werder Bremen gegen Inter Mailand am Dienstag auf einen Einsatz von Beginn an hoffen. Da der Brasilianer Naldo wegen eines geschwollenen Zehs nicht zur Verfügung steht, dürfte der 21-jährige ÖFB-Teamspieler gemeinsam mit Per Mertesacker die Innenverteidigung der Elf von Chefcoach Thomas Schaaf bilden. Für den Ex-Grazer wäre es der vierte Einsatz in der laufenden Königsliga-Saison, bei einem Sieg, der diesmal für den Umstieg in den UEFA-Cup unbedingt notwendig ist, war er allerdings noch nicht dabei (0:3 und 2:2 gegen Panathinaikos Athen sowie 1:1 gegen Inter Mailand).

Neben Naldo müssen die Bremer auch noch Stürmer Hugo Almeida verletzungsbedingt vorgeben, Kapitän Frank Baumann ist fraglich. "Wenn ein oder zwei Stars ausfallen, dann können sich andere entfalten, von denen man es nicht erwartet hat", sagte Werder-Clubchef Jürgen Born. Mittelfeld-Routinier Torsten Frings fügte hinzu: "Jetzt müssen andere einspringen."

In Gruppe A möchte AS Roma den jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen. "Wir wollen gewinnen und die Gruppe als Erster beenden", sagte Stürmer Jeremy Menez vor dem Heimspiel gegen Bordeaux. Das könnte klappen, immerhin sind die Römer vor eigenem Publikum gegen französische Teams noch ungeschlagen. Girondins hat in sechs Auftritten in Italien noch nie gewonnen. Sollte die Partie mit unentschieden oder einem Roma-Erfolg enden, wäre auch Chelsea unabhängig vom Resultat des Heimspiels gegen Cluj im Achtelfinale.

Alles entschieden ist bereits in Pool C, wo es für Gruppensieger FC Barcelona nur noch darum geht, daheim gegen den künftigen UEFA-Cup-Teilnehmer Schachtjor Donezk den eigenen CL-Rekord von 19 Treffern in der Gruppenphase zu überbieten. Derzeit halten die Katalanen, die zahlreiche Stars wie Messi, Henry, Alves, Xavi oder Puyol schonen, bei 16 Toren. Im zweiten Gruppenspiel empfängt der Gruppen-Letzte FC Basel den zweiten Aufsteiger Sporting Lissabon.

In Gruppe D liefern einander  Atletico Madrid (auswärts gegen Olympique Marseille) und Liverpool (in Eindhoven) ein Fernduell um Platz eins. Der Auftritt der Madrilenen in Marseille droht zu einem Hochrisiko-Spiel zu werden. Die Partie wird von Morddrohungen überschattet, die radikale französische Fans nach der Verurteilung eines Olympique-Anhängers durch ein Madrider Gericht gegen die Spanier ausgestoßen hatten. Atletico riet seinen Fans dringend davon ab, zum Spiel anzureisen, die Mannschaft selbst wird sich aus  erst wenige Stunden vor dem Anpfiff auf den Weg in die französische Hafenstadt machen. (APA/red)