Wegen der drastisch gestiegenen Lebensmittelpreise müssen nach Angaben der Vereinten Nationen fast eine Milliarde Menschen hungern. Wie die UN-Landwirtschaftsorganisation (FAO) am Dienstag in Rom mitteilte, ist die Zahl der auf Hilfen angewiesenen Menschen in diesem Jahr um 40 Millionen auf 963 Millionen gestiegen. Für zahllose Menschen in Entwicklungsländern bleibe es ein Traum, genug zu essen zu haben, um ein aktives und gesundes Leben führen zu können, erklärte der stellvertretende FAO-Generaldirektor Hafez Ghanem.

Inzwischen seien die Getreidepreise zwar wieder um 50 Prozent von ihrem Höchststand gefallen, aber sie seien im Vergleich zu früheren Jahren immer noch hoch, erklärte die FAO. Besonders betroffen seien landlose, von Frauen geführte Haushalte. Fast zwei Drittel der Hungernden leben dem Bericht zufolge in Asien. Im südlichen Afrika leidet jeder Dritte chronisch unter Hunger. (APA/AP)