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Foto: AP/Probst

Der CO2-Ausstoß von Österreichs Verkehr wuchs im EU-Vergleich in den vergangenen Jahren überproportional an: Wie der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) errechnete, stiegen die Emissionen seit 2000 um 29,4 Prozent und damit viermal so schnell wie der Schnitt der EU-27. Im EU-Ranking belegt Österreich nur den 18. Platz.

Die Entwicklung der CO2-Ausstöße im Verkehrssektor betrifft ist fast in ganz Europa negativ. In den EU-27 stiegen die Emissionen seit 2000 durchschnittlich um 7,3 Prozent, wobei Deutschland nach den Daten des VCÖ als einziges Land einen Rückgang erreicht hat. Einen Anstieg, aber zumindest bessere Daten als der EU-Durchschnitt verzeichneten Frankreich (plus 1,6 Prozent), Malta (plus 3,9 Prozent), Großbritannien (plus 4 Prozent), Portugal (plus vier Prozent) und Belgien (plus 4,9 Prozent).

Jüngste Mitgliedstaaten

Am schlechtesten ist die Entwicklung in den jüngsten Mitgliedstaaten: Schlusslicht ist Lettland, wo die Emissionen seit 2000 um ganze 62,2 Prozent angestiegen sind. Vorletztes Land im Ranking ist Bulgarien mit einer Zunahme von 51,8 Prozent, an drittletzter Stelle liegt Tschechien mit plus 48,5 Prozent.

Im Jahr 2006 hat der Verkehr in der EU insgesamt 924,2 Millionen Tonnen Treibhausgase verursacht. Das sind um 62,84 Millionen Tonnen mehr als im Jahr 2000. In Österreich betrug die Zunahme 5,05 Millionen Tonnen. In der Schweiz dagegen sind die CO2-Emissionen im selben Zeitraum lediglich um 0,056 Millionen Tonnen gestiegen, betonte der VCÖ und will ähnliche Maßnahmen auch für Österreich. Mit einer Nahverkehrsoffensive nach Schweizer Vorbild könne man die Klimabilanz deutlich verbessern und gleichzeitig Pendler finanziell entlasten, sagte VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen. (APA)