Linz - Im Asylfall Zogaj gibt es eine neue "große Hürde" für die kosovarische Familie, berichtete der Betreuer Christian Schörkhuber von der Volkshilfe Oberösterreich .

Nach der Rechtsauffassung der Fremdenpolizei könne es keine Schülervisa für ihre beiden kleinen Geschwister geben, da eine Übertragung der Obsorge aus dem Kosovo ans Ausland nicht möglich sei. Das Land Oberösterreich habe zu der Causa ein Gutachten beim Innen- und Justizministerium in Auftrag gegeben.

Bereits Anfang Oktober waren die Schülervisa für Albin und Albona Zogaj von der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck abgewiesen worden. Der Anwalt der Familie, Helmut Blum, hat nun neue, überarbeitete Anträge eingebracht. Bis zu einer Entscheidung können sechs Monate vergehen.

Arigona und ihre Mutter Nurie dürfen vorerst in Österreich bleiben. Gesundheitliche Verfassung der Mutter macht eine Abschiebung derzeit unmöglich. Die Schule, die das Mädchen seit September besucht, sei eine willkommene Abwechslung, erklärte Schörkhuber. (APA)