Videos auf YouTube hochzuladen ist für viele Nutzer nicht mehr als Spaß und eine Freizeitbeschäftigung. Doch für einige Mitglieder hat sich das Hobby zu einem Vollzeitjob mit respektablen Einkünften entwickelt. Die Werbeschaltungen bei den Clips bringen den erfolgreichsten Nutzern sogar sechsstellige Einkünfte, hat die New York Times herausgefunden.

Erfolgreiche Klatschsendung

Einer der YouTube-Stars ist Michael Buckley, der seine eigene Celebrity-Klatschsendung auf Googles Videoportal gestartet hat. Als die Einkünfte aus YouTube seinen Lohn als Assistent bei einer Musik-Promotion-Firma überstiegen, hat er seinen Jobs an den Nagel gehängt und wurde Vollzeit-YouTube-Moderator.

Dreimal in der Woche flimmert "What the Buck" nun über seinen YouTube-Channel. 2006 trat Buckley bereits in einer wöchentlichen Show eines Fernsehsenders in Connecticut auf. Ausschnitte daraus seien auch auf YouTube gepostet worden und haben den Grundstein für seine jetzige Sendung gelegt. Über den lokalen Fernsehsender habe er nur eine bestimmte Zuseherzahl erreicht, "aber auf YouTube hatte ich 100 Millionen Views. Das ist verrückt", bemerkt er gegenüber der Zeitung. Der Erfolg habe sich zwar erst nach einem Jahr harter Arbeit eingestellt, aber es habe sich ausgezahlt. Seine Videos würden durchschnittlich rund 200.000 Mal aufgerufen.

Partner Programm

Das Portal bietet seinen Nutzern über das YouTube-Partner-Programms (YPP) an, besonders publikumsstarke Beiträge mit Werbung zu versehen. Die Werbeinkünfte werden mit den Mitgliedern geteilt. Das YPP soll jedoch nicht nur den Usern, sondern auch der Plattform zu höheren Werbeeinnahmen verhelfen. Trotz der absolut marktbeherrschenden Stellung des Videoportals lassen die Umsätze weiterhin zu wünschen übrig. Um höhere Einnahmen zu generieren, ermöglichte YouTube etwa auch die Schaltung von Eigenwerbung für Videos durch die Nutzer nach Vorbild von Google AdWords.

Voraussetzungen um Partner zu werden

"Um YouTube-Partner zu werden, müssen sich User für das Programm bewerben. Dazu müssen verschiedene Kriterien erfüllt sein", erklärt Google-Sprecher Stefan Keuchel. Um die YPP-Voraussetzungen zu erfüllen, müssen User Rechteinhaber ihrer Originalvideos sein sowie in den USA, Kanada, Großbritannien, Japan, Australien, Irland, Deutschland, Frankreich oder Brasilien leben. Zudem legt YouTube Wert auf die regelmäßige Veröffentlichung von Videos, "die sich Tausende von YouTube-Nutzern ansehen". Für eine Umsatzbeteiligung können darüber hinaus nur Videos mit einer Mindestlänge von 30 Sekunden eingereicht werden.

Tausende Dollar pro Monat möglich

YouTube hält sich mit Angaben über die durchschnittlichen Einkommen der User durch das YPP zwar bedeckt. "Hunderte Partner machen Tausende Dollar pro Monat", wird jedoch YouTube-Sprecher Aaron Zamost von der New York Times zitiert. Buckley soll jedenfalls über 100.000 US-Dollar mit YouTube verdienen. (red/pte)