Der designierte US-Präsident Barack Obama hat angekündigt mehr Transparenz in die Regierungsarbeit einführen zu wollen und so wurde auf seiner Website change.gov nun ein Dokument der Motion Picture Association of America (MPAA) veröffentlicht, in der neue Maßnahmen gegen Filesharer gefordert werden.

Internetsperren für Wiederholungstäter

Die US-Filmbranchenvertretung sehe in den Vorgehensweisen der Regierungen in Frankreich und Großbritannien geeignete Modelle für den Schutz von Online-Inhalten, heißt es in dem Dokument. Der französische Präsident Nicholas Sarkozy will Nutzer, die öfter bei der Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte ertappt werden, mit Internetsperren bestrafen (der WebStandard berichtete).

Reform des Copyrights

Fraglich ist, ob Obama den Forderungen der Film-Lobby nachkommen wird. Zwar trete er für eine Reform des Urheberrechts und Patentsystems ein, um den gesellschaftlichen Austausch voranzutreiben, er wolle aber auch Rechteinhaber fair behandeln, wie heise schreibt. Der designierte US-Präsident dürfte aber vor allem auch eine nutzerfreundliche Regelung suchen.

Neubesetzung für ACTA-Verhandlungen

Obamas Linie im Kampf gegen die illegale Verbreitung von geschützten Werken hängt wohl maßgeblich mit der Neubesetzung des "United States Intellectual Property Enforcement Representative" (USIPER) sowie des „United States Trade Representative“ (USTR) zusammen. Der USIPER koordiniert das Vorgehen im Fall von Urheberrechtsverletungen im In- und Ausland, der USTR verhandelt unter anderem das in Europa heftig kritisierte Handelsabkommen ACTA. (red)