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"Ich bin ein klassisches Wienerkind."

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Die 27-Jährige hat einen ordentlichen Karrieresprung hingelegt: Die Jungmandatarin, sie war bereits mit 17 Jahren SPÖ-Mitglied, managt gemeinsam mit dem ehemaligen Rechnungshof-Sprecher Günther Kräuter die Sozialdemokraten. Die beiden teilen sich den Job, nicht aber das Dienstfahrzeug.

"Frau Rudas hat den Dienstwagen ihrer Vorgängerin und nunmehrigen Verkehrsministerin Doris Bures übernommen", heißt es aus der Parteizentrale. Der silbergraue VW Passat ist ein halbes Jahr alt und gut in Schuss. Nicht "mitübernommen" wurde der dazugehörige Chauffeur "den hat die Ministerin mitgenommen". Der Dienstwagen wird in der Stadt nicht gebraucht, "aber es wird auch Termine in den Bundesländern geben, dann kann man wenigstens während der Fahrt arbeiten", meint Laura Rudas.

Sie hat eine Wohnung im ersten Bezirk, daher geht sie auch zu Fuß zur Arbeit. "Oder ich fahre mit Öffis, da ist man schnell und unabhängig. Den Führerschein habe ich erst seit Sommer 2007, Privatauto brauche ich keines, ich bin ein klassisches Wienerkind. Unternehme ich eine Überlandfahrt, dann borge ich mir das Auto meines Bruders aus - zu seinem großen Leidwesen." Macht er sich Sorgen um sein Auto? "Ich glaube nicht, denn ich fahre eigentlich ganz gut und immer vorsichtig. Das hat wahrscheinlich mit Besitzgefühlen zu tun."

Die Bundesgeschäftsführerin weigert sich standhaft, die Automarke preiszugeben - geheime Quellen tippen auf einen Mazda. Sollte sich Rudas doch einmal entschließen, ein Auto zu kaufen, sind ihre Ansprüche gering: "Es sollte vier Räder und fünf Türen haben, mich sicher von A nach B bringen - der Rest ist wurscht." (Jutta Kroisleitner, AUTOMOBIL, 12.12.2008