Rijeka - Der Franzose Amaury Leveaux hat am Freitag für seinen bereits zweiten bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Rijeka fixierten Schwimm-Weltrekord gesorgt. Am Vortag im Kraulsprint triumphal, schlug er über 100 m Kraul in 45,12 Sekunden wieder im Semifinale zu. Für einen weiteren Weltrekord sorgte die Italienerin Alessia Filippi über 800 m Kraul. Da 4x50-m-Bestmarken nicht als offizielle Weltrekorde anerkannt werden, gab es heuer bisher deren 98.

Über 4x50 m Lagen hatte es am Donnerstag bei den Herren drei Weltbestzeiten gegeben, über 4x50 m Kraul der Damen ließen die Niederländerinnen Hinkelien Schreuder, Inge Dekker, Ranomi Kromowidjojo und Marleen Veldhuis nun in 1:33,80 eine weitere folgen. Schweden und Deutschland landeten mit mehr als vier Sekunden Rückstand hinter der überragenden "Oranje"-Staffel auf den Plätzen.

Einige der zehn am Freitag vergebenen EM-Titel gingen mit Europarekord weg. Speziell vom Publikum bejubelt wurde jener der Kroatin Sanja Jovanovic über 100 m Rücken in 56,87 Sekunden, sie verwies die Ukrainerin Katerina Subkowa und die Französin Laure Manaudou auf die Ränge. Bei den Herren verfehlte Milorad Cavic in 49,19 den Weltrekord um 12/100, der Serbe gewann vor dem Spanier Rafael Munoz Perez und dem Russen Nikolaj Skworzow.

In 57,33 Sekunden und damit auch mit einer Kontinental-Bestmarke siegte der Ukrainer Igor Borisik über 100 m Brust, auch der Franzose Hugues Duboscq blieb unter der bisherigen Bestmarke. Bronze holte sich der Brite James Gibson. Schon im Rückensprint-Semifinale hatte der Slowake Lubos Krizko in 23,15 zugeschlagen, im Finale sicherte er sich Bronze. Es gewann der russische 200-m-Sieger Stanislaw Donez in 23,22 vor dem Spanier Aschwin Wildeboer.

Schließlich war auch die Niederländerin Hinkelien Schreuder im Delfinsprint in 25,21 Sekunden so schnell wie noch keine andere Europäerin davor und hievte ihre Nation im Medaillenspiegel damit auf Rang drei. Mitverantwortlich dafür war auch Marleen Veldhuis mit ihrem Goldlauf über 100 m Kraul in 51,95. Hier kamen auch die Dänin Jeanette Ottesen und mit Ranomi Kromowidjojo eine weitere Niederländerin auf das Podest.

Alena Alexejwa hielt Russland mit ihrem vor der Österreicherin Mirna Jukic erreichten Titelgewinn über 200 m Brust an der Spitze der Medaillenwertung, die Russen haben sich 4 der bisher 18 vergebenen Titel geholt. Noch vor den Niederländern sind die Italiener Zweite, Traditionssieger Deutschland liegt derzeit nur auf Position fünf. (APA)