Neu Delhi/Islamabad  - Der britische Premierminister Gordon Brown hat Pakistan sechs Millionen Pfund (6,72 Mio. Euro) für den Kampf gegen den Terrorismus zugesagt. Ein bilateraler Anti-Terror-Pakt solle sicherstellen, dass "alles getan wird", damit Pakistan von islamistischen Terroristen nicht mehr als Zufluchtsort genutzt werde, sagte Brown am Sonntag nach Gesprächen mit dem pakistanischen Staatschef Asif Ali Zardari in Islamabad.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Zardari sagte Brown, drei von vier terroristischen Anschlagsplanungen in Großbritannien hätten Verbindungen zur Al Kaida in Pakistan. Für den Terrorüberfall in Mumbai mit mehr als 160 Toten sei die pakistanische Organisation Lashkar-e-Taiba verantwortlich. Die in Pakistan gegründete Gruppe ist seit 2002 in Pakistan ebenso wie in Indien verboten.

Der britische Premierminister kam aus Neu-Delhi, wo er zu einem Arbeitsfrühstück mit dem indischen Ministerpräsidenten Manmohan Singh zusammentraf. Indien hat dem Nachbarland die Verantwortung für den Terrorüberfall von Mumbai vorgeworfen, bei dem Ende November 171 Menschen getötet wurden. Trotz eines 2004 eingeleiteten Friedensprozesses sind die Beziehungen zwischen Indien und Pakistan gespannt. Großbritannien war Kolonialmacht beider Staaten. (APA/AFP)