ZenithOptimedia hat in ihrer aktuellen Studie "Advertising Expenditure Forecast" die Wachstumserwartungen des Werbemarktes erneut nach unten korrigiert. Für 2009 prognostizierte ZenithOptimedia noch vor drei Monaten ein Wachstum der Werbeumsätze um vier Prozent. Jetzt gehen die Experten von einem leichten Schrumpfen des Werbemarktes um 0,2 Prozent aus.

USA und Westeuropa am stärksten betroffen

Am stärksten betroffen sei Nordamerika, insbesondere USA, und Westeuropa. Etliche Märkte dieser Regionen befinden sich in der Rezession - teilweise bereits seit zwei Quartalen. Der US-Werbemarkt wird 2009 voraussichtlich um 5,7 Prozent schrumpfen, der westeuropäische um ein Prozent, so die Studie. Im Oktober waren Wachstumsquoten von 0,9 bzw. 2,6 Prozent prognostiziert worden. Asien Pazifik wird statt 5,2 nur 3,2 Prozent wachsen, Zentral- und Osteuropa statt 12,7 nur 1,5 Prozent. Für Lateinamerika bleibt die ZenithOptimedia-Prognose stabil bei 14, 9 Prozent. Kontinuierliches Wachstum wird auch die "BRIC"-Märkte beflügeln: Brasilien (30 Prozent), Russland (5 Prozent), Indien (13 Prozent) und China (9 Prozent).

Print leidet unter Abschwung, Internetwerbung wird zulegen

Unter dem Abschwung des Werbemarktes leiden insbesondere Print (Zeitungen -6,3 Prozent, Zeitschriften -2,9 Prozent) und Hörfunk (-7 Prozent), so ZenithOptimedia. Internetwerbung wird auch im kommenden Jahr um 18 Prozent zulegen. Bis 2011 wird der Anteil des Webs am gesamten Werbevolumen 15,6 Prozent betragen. Positiv sollen sich auch Outdoor- und Kinowerbung (4,5 Prozent und 2,6 Prozent) entwickeln, TV bleibtglobal gesehen stabil.

"Das Fernsehen wird unter der globalen Krise eher wenig leiden. Das liegt daran, dass sich TV
rund um den Globus als Leitmedium nahezu aller großen Kampagnen etabliert hat", so
Maurizio Berlini, CEO ZenithOptimedia Österreich. "Werbungtreibende tendieren dazu, eher
Budgets aus anderen Medien abzuziehen, um die Emotionalität und Impulskraft des Mediums
TV weiter zur Stärkung ihrer Marken einzusetzen." (red)