Seit Montag sei das erste in Serie produzierte chinesische Hybrid-Auto in der Volksrepublik auf dem Markt, teilte Byd Auto mit. Die Firma aus Shenzhen im Süden des Landes ist spezialisiert auf elektronische Komponenten und Batterien, der US-Investor Warren Buffet ist zu 9,9 Prozent beteiligt. Hybrid-Autos fahren mit einem kombiniertem Elektro- und Benzinmotor; das Modell F3DM ist nach Angaben des Herstellers das erste Modell der Welt, das auch an einer normalen Steckdose aufgeladen werden kann.

Das Hybrid-Auto von Byd fährt laut Hersteller mit Elektromotor rund 100 Kilometer weit und kostet 150.000 Yuan (mehr als 16.000 Euro). Zunächst soll es in etwa einem dutzend chinesischen Städten verkauft werden. Ab 2010 will die Firma die Fahrzeuge auch exportieren, vor allem in die USA.

"Gebaute Träume"

Nach Angaben des chinesischen Autoexperten Duan Chengwu der internationalen Beratungsfirma Global Insight arbeiten bereits mehrere Hersteller in der Volksrepublik an einem Hybrid-Auto. Byd ("Build your dreams" - "Baue deine Träume") ist der erste, der damit auf den Markt kommt. Auf dem chinesischen Markt wird das Modell F3DM laut Duan aber wenig Chancen haben, schlicht, weil es zu teuer ist. Byd nutze den heimischen Markt, um das Hybrid-Modell zu testen.

Autoexperte Duan sagt Hybrid-Fahrzeugen ein großes Potenzial in China und auf dem Weltmarkt voraus. Die chinesischen Hersteller hätten die Chance, die traditionellen Technologien zu überspringen und sich an die Spitze bei der Produktion von umweltfreundlichen Fahrzeugen zu setzen. Pionier bei der Herstellung von Hybrid-Fahrzeugen ist der japanische Hersteller Toyota, der seit der Einführung seines Modells Prius in Japan 1997 mehr als eine Million Hybrid-Fahrzeuge verkauft hat. Der Prius ist auch in China zu haben. (APA)