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Schloss Esterhazy: Schauplatz zahlreiche Veranstaltungen anläßlich des 200. Todestag des Komponisten Joseph Haydn (1732-1809).

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Eisenstadt - Im März ist es so weit: Wenn Nikolaus Harnoncourt mit dem Concentus Musicus im Haydnsaal von Schloss Esterhazy in Eisenstadt das Haydn-Jahr eröffnet, beginnt für das Burgenland ein musikalisches Großereignis. Einschließlich der Aufführungen der Messen finden bis zum 4. Oktober knapp 100 Konzerte statt, die sich dem Jubiläum widmen, das in den Tagen um den 31. Mai 2009, an dem sich Haydns Todestag zum 200. Mal jährt, einen Höhepunkt erfährt.

"Feuersymphonie"

Zum Auftakt am 31. März erklingen vier Symphonien des großen Komponisten, darunter die "Feuersymphonie" (Nr. 59 A-Dur) und die "Militär-Symphonie" (Nr. 59 A-Dur). 103 weitere werden im Lauf des Jahres folgen: Von März bis Oktober soll Musikliebhabern das gesamte Werk Haydns in dieser Gattung geboten werden. Auch alle zwölf vollständig überlieferten Messen werden aufgeführt.

Schwerpunkte

Der erste Schwerpunkt im Jubiläumsjahr "Haydn Sakral" im April gilt dem kirchenmusikalischen Schaffen: An den Originalschauplätzen sind in der Karwoche in der Bergkirche und der Schlosskapelle Werke Haydns zu hören. Am Karfreitag erklingen in der Bergkirche "Die Sieben Letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze." Am selben Tag wird im Haydnsaal das Oratorium "Stabat Mater" aufgeführt. Die "Paukenmesse" erklingt am Ostermontag, 13. April, in der Bergkirche.

Baryton-Trios

Dem Trio gilt vom 30. April bis 3. Mai die besondere Aufmerksamkeit: Beim "TRIOthlon" sind Baryton-Trios, die Haydn für Fürst Nikolaus I. Esterhazy komponierte, ebenso zu hören wie Klavier- und Streichtrios. Unter dem Motto "DedicatedToHaydn" werden vom Haydn Trio Eisenstadt 18 Auftragswerke zeitgenössischer Komponisten uraufgeführt.

Schöpfungsmesse

Im Mittelpunkt der "HaydnGedenkTage" steht der 200. Todestag des großen Komponisten am 31. Mai 2009. In der Bergkirche, wo Haydn seine letzte Ruhestätte gefunden hat, erklingt am Vormittag im Rahmen eines Festgottesdienstes die Schöpfungsmesse. Am 31. Mai und am 1. Juni führt die Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie unter der Leitung von Adam Fischer im Haydnsaal das Oratorium "Die Schöpfung" auf.

"Sturm und Drang"

Haydns besonders kreative Phase der Jahre 1768 bis 1772 beleuchtet der Programmschwerpunkt "Sturm und Drang" im Juni. Im Juli und August liegt im Rahmen der "Symphonischen Matineen" der Schwerpunkt ganz auf dem symphonischen Schaffen. Am 13. und 14. August werden außerdem an zwei Tagen alle vier Fassungen der "Sieben Worte" aufgeführt.

Abschluss

Den krönenden Abschluss des musikalischen Jubiläumsprogrammes setzen von 9. bis 27. September die Haydntage. Dabei werden die musikalischen Schwerpunkte, die dieses Festival in mehr als zwei Jahrzehnten gesetzt hat, in einzelnen Konzerten erneut thematisiert. Zu den Mitwirkenden zählen einmal mehr hochkarätige Ensembles und Interpreten wie das Amsterdam Baroque Orchestra mit Ton Koopman, das English Chamber Orchestra unter der Leitung von Sir Colin Davis oder das Orchestra Of The 18th Century mit Frans Brüggen. Im Rahmen der Abschlussmatinee am 27. September ist nochmals die Haydn-Philharmonie mit Adam Fischer zu hören. Auf dem Programm stehen auch Haydns letzte Londoner Symphonie (Nr. 104 D-Dur) sowie das Trompetenkonzert.

Phänomen Haydn

Umrahmt wird das musikalische Programm des Jubiläumsjahres von der Ausstellung "Phänomen Haydn", die vom 1. April bis 11. November an vier Schauplätzen - Schloss Esterhazy, Haydn-Haus, Diözesanmuseum und Landesmuseum - zu sehen sein wird. Gezeigt wird jeweils eine Facette des Lebens und Wirkens des Komponisten, vom Hofkapellmeister des Fürsten Esterhazy bis zum privaten Menschen Joseph Haydn. (APA)