Brüssel - Fast vier Wochen nach ihrem Fehlstart soll Europas gemeinsame Online-Bibliothek Europeana in Kürze wieder freigeschaltet werden. Ein Sprecher der EU-Kommission sagte am Montag in Brüssel, man habe die Kapazität des Portals http://www.europeana.eu seit dem Zusammenbruch des Computersystems am 21. November vervierfacht. In dieser Woche werde der Zugang wieder geöffnet.

Ein unerwarteter Besucheransturm hatte die Seite kurz nach dem Start lahmgelegt. Die Server im Rechenzentrum der Universität Amsterdam hatten die nach früheren Angaben 20 Millionen Klicks pro Stunde nicht verkraftet. Sie waren nur auf ein Viertel davon ausgelegt und wurden nun erweitert.

Europeana macht Dokumente, Bücher, Gemälde, Filme und Fotos aus europäischen Sammlungen kostenlos im Internet zugänglich. Zunächst waren knapp drei Millionen Objekte eingestellt, bis 2010 sollen es zehn Millionen sein. Mehr als 1.000 Archive, Museen und Büchereien haben bereits digitalisiertes Material geliefert. Die Kommission stellt zwei Millionen Euro pro Jahr für den Unterhalt der Plattform bereit. Die Kosten für die Digitalisierung tragen die EU-Staaten. (APA/dpa)