Bangkok - Die thailändische Regierung hat den Diplomaten-Pass des vor mehr als zwei Jahren gestürzten ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra für ungültig erklärt. Kurz nach der Wahl des bisherigen Oppositionsführers Abhisit Vejjajiva zum neuen Regierungschef am Montag teilte das Außenministerium in Bangkok mit, der Schritt sei bereits am vergangenen Freitag erfolgt. Eine Entscheidung über Thaksins normalen Pass solle erst fallen, nachdem sich das oberste thailändische Gericht mit der Angelegenheit befasst habe.

Exil wegen drohendem Prozess

Thaksin, ein Telekommunikations-Tycoon und früherer Polizist, wurde im September 2006 gestürzt und lebt zur Zeit im Exil, um einem möglichen Korruptionsprozess in seiner Heimat zu entgehen. Die Einziehung des Diplomaten-Passes ist die jüngste in einer Reihe von Maßnahmen gegen den ehemaligen Regierungschef. Zuvor war er wegen Korruption in Abwesenheit bereits zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Sein Vermögen ist eingefroren. (APA)