Apple hat das Stabilitäts- und Sicherheits-Update 10.5.6 für MacOS X veröffentlicht. Damit werden mehrere kleinere Probleme im Betriebssystem und in den Anwendungen des Herstellers beseitigt. Besitzer eines aufgebohrten iPhones oder iPod Touch sollten aber vorsichtig sein, denn das Update schaltet das Pwnage Tool des iPhone Dev-Teams ab.

Kompatibilitäts-Probleme behoben

Das Update soll unter anderem die Kompatibilität zwischen dem Adressbuch und iPhone sowie MobileMe verbessern und AirPort-Verbindungen stabiler machen. Auch in iCal, iChat, Cover Flow, Aperture und iTunes sollen unter anderem Fehler, die in Zusammenhang mit Grafikkarten von ATI aufgetreten sind, behoben sein.

Bessere Synchronisierung mit MobileMe

In Mail sollen die Erkennung von Spam und das Ausdrucken von PDF-Dateien verbessert worden sein. In MobileMe will Apple die Synchronisation von Kontakten, Bookmarks und Kalendern überarbeitet haben. In Safari wurde die Kompatibilität mit Web Proxy Servern verbessert.

Times Machine und Time Capsule

Patches für die Time Machine, Apples Backup-Tool, sollen Probleme mit der Erkennung von vorigen Backups beheben und die Kompatibilität mit der Backup-Festplatte Time Capsule verbessern. Die Verbesserungen im Detail können in den Support-Notes zum Update nachgelesen werden.

Pwnage Tool deaktiviert

Neben den offenkundigen Verbesserungen für Apples eigene Programme dürfte das Update für einige Nutzer aber auch ein Ärgernis bedeuten. Denn das Update macht das Pwnage Tool unwirksam, mit dem entsperrte iPhones und iPod Touch funktionieren. Nach dem Update werden die aufgebohrten Geräte laut Ars Technica im DFU-Modus (Device Firmware Update) nicht mehr erkannt.

Neue Strategie

Das könnte eine neue Strategie in Apples Kampf gegen die iPhone-Hacker darstellen, denn bislang wurden Unlocks und Jailbreaks mit neuer Firmware für die Geräte aufgehoben. Nun wird die Jailbreak-Software zusätzlich auch auf der Computer-Ebene unbenutzbar gemacht.

Update: Das iPhone Dev-Team vermutet in einem Blog-Eintrag, dass es sich nicht um eine absichtliche Gegenmaßnahme Apples handle, sondern um einen Kernel-Bug. Die Hacker geben Tipps, wie das Problem umgangen werden kann, warnen aber gleichzeitig, dass dieses Vorgehen nicht ohne Risiko sei. (red)