Die Zahl der Erwerbstätigen in den 15 Euro-Ländern ging von Juni bis September um 80.000 oder 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zurück, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mitteilte. Das war der erste Rückgang seit Einführung dieser Statistik 1995. Insgesamt gingen 146,1 Mio. Menschen im Euro-Raum einer Arbeit nach.

Grund für den Rückgang ist die Konjunkturflaute. Die Wirtschaft des Euro-Raums schrumpfte im Frühjahr und Sommer jeweils um 0,2 Prozent. Damit steckt das Währungsgebiet erstmals in seiner Geschichte in der Rezession. Die Organisation der Industrieländer OECD sagt für 2009 einen Rückgang von 0,6 Prozent voraus.

In Deutschland hat die Rezession den Arbeitsmarkt bisher noch nicht erreicht. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im Oktober mit 40,84 Millionen sogar auf einen Rekordstand. Die fünf Wirtschaftsweisen sagen aber voraus, dass die Zahl der Erwerbstätigen im kommenden Jahr um rund 80.000 sinken werde.

Das wäre der erste Rückgang seit 2005. Auch in den 27 EU-Mitgliedsländern insgesamt ist die Beschäftigung derzeit noch stabil. (APA)