Budapest - Neue Gewalt gegen Roma in Ungarn: Ein 19-Jähriger ist in der nordostungarischen Ortschaft Alsozsolca durch Schüsse lebensgefährlich verletzt worden, wie die Nachrichtenagentur MTI am Dienstag berichtete. Der junge Mann habe am Abend zuvor im Hof seines Hauses in der Roma-Siedlung des Ortes Holz gehackt, als ihn die Schüsse trafen. Die Fahndung brachte bisher keine Ergebnisse.

In Ungarn hat die Gewalt gegen Roma in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Allein im November starben vier Roma bei Anschlägen auf ihre Häuser. Roma-Organisationen führen die rassistische Aggression auf die Umtriebe rechtsextremer Gruppen und Bewegungen zurück. Die Behörden wollen zumindest einen Teil der Attacken kriminellen Aktivitäten zuschreiben.

Unbekannte überfielen indes in der Nacht zum Montag ein Gründungsmitglied der rechtsextremen Ungarischen Garde in dessen Haus in der Ortschaft Vecses bei Budapest. Die Täter schlugen den Mann krankenhausreif, ehe sie das Haus ausraubten, berichtete die rechte Budapester Tageszeitung "Magyar Hirlap" am Dienstag. Die Polizei nahm inzwischen einen Verdächtigen fest. (APA/dpa)