Mexiko - Ein US-Spezialist zum Schutz vor Entführungen ist im Nordosten von Mexiko entführt worden. Das berichteten mexikanische Medien am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf offizielle Quellen. Demnach wurde der 55-jährige Felix Batista, der ein US-Sicherheitsunternehmen in Lateinamerika-Fragen berät, bereits am vergangenen Mittwoch in Saltillo im Bundesstaat Coahuila verschleppt.

Die US-Botschaft in Mexiko-Stadt wollte die Berichte am Montag nicht kommentieren. Laut offiziellen Angaben sind in Mexiko von Jänner bis November diesen Jahres bereits 954 Menschen entführt worden. Menschenrechtsorganisationen gehen allerdings von zwei- bis dreimal höheren Zahlen aus.

Zudem tobt in dem Land ein blutiger Krieg zwischen Drogenkartellen und Sicherheitskräften. Wie offizielle Stellen am Montag mitteilten, wurden dabei am vergangenen Wochenende erneut 44 Menschen getötet, unter ihnen vier Polizeibeamte. Insgesamt sind den Auseinandersetzungen seit Anfang des Jahres 5300 Menschen zum Opfer gefallen, mehr als doppelt so viele wie im vergangen Jahr. Die mexikanische Regierung hat 36.000 Soldaten im Drogenkrieg im Einsatz. Im August hatten 200.000 Menschen gegen die Entführungen und die ansteigende Gewalt in Mexiko demonstriert. (APA/AFP)