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Barack Obama (im Hintergrund) berief den Physik-Nobelpreisträger Steven Chu zum neuen US-Energieminister.

Foto: APA/EPA/JEFF HAYNES

Washington - Der künftige Präsident der USA hat bei der Vorstellung seines Umwelt-Teams eine globale Lösung für die Bekämpfung des Klimawandels gefordert. Er werde die USA aus der "Öl-Abhängigkeit herausführen und eine neue Hybrid-Wirtschaft schaffen", sagte Barack Obama am Montag. Zum neuen Energieminister berief er offiziell den Physik-Nobelpreisträger Steven Chu. Der 60-jährige setzt sich für die Erforschung alternativer Energien ein und warnt, ohne rasches Handeln könnte es im Kampf gegen die globale Erwärmung bald zu spät sein.

Zudem ernannte Obama Carol Browner, eine enge Vertraute des früheren US-Vizepräsidenten Al Gore, zur Leiterin seines Beraterstabes für Energie und Klima im Weißen Haus. Browner war unter Ex-Präsident Bill Clinton Leiterin der Umweltschutzbehörde (EPA). Neue Leiterin dieses Amtes soll Lisa Jackson werden.

Zügiger Kampf gegen globale Erwärmung

Obama sagte, die Personalentscheidungen zeigten seine Entschlossenheit, zügig den Kampf gegen die globale Erwärmung aufzunehmen und alternative Energieformen zu entwickeln. Zudem zeige Chus Ernennung, dass seine Regierung die wissenschaftlichen Ergebnisse zum Klimawandel ernst nehme. Wirtschaftsförderung und Umweltschutz schlössen sich keineswegs aus, betonte Obama. Investitionen in erneuerbare Energien würden zur Entstehung neuer Unternehmen und ganzer Industrien führen und damit gute Arbeitsplätze schaffen, die nicht einfach verlagert werden könnten, sagte Obama weiter.

Chu wurde 1997 zusammen mit zwei weiteren Wissenschaftlern mit dem Physik-Nobelpreis ausgezeichnet. Er leitet derzeit das Lawrence Berkeley National Laboratory in Kalifornien und hat sich in den vergangenen Jahren dafür engagiert, verschiedene wissenschaftliche Disziplinen zum Kampf gegen den Klimawandel zusammenzubringen.

Neuer US-Innenminister soll Senator Ken Salazar werden und damit das mit Umweltfragen befasste Team abrunden. Salazar hat sich in seiner politischen Arbeit einen Namen in Grundstücks- und Energiefragen gemacht. Das US-Innenministerium ist unter anderem mit Fragen der Energie und Umwelt betraut, überwacht Öl- und Gasbohrungen auf staatlichen Flächen und leitet die US-Nationalparks.(APA/red)