Die Sache mit dem Schuhe-auf-Bush-Werfen wäre natürlich ausbaufähig. Er würde wohl unter einem Berg von Schuhen begraben werden, könnten alle ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Der Mann hat ja nie etwas begriffen und wird nie etwas begreifen, aber er hat den USA und der Welt solchen Schaden zugefügt, dass dafür die ganze Schlapfenproduktion eines Jahres nicht ausreicht. Die USA in zwei Kriege ohne Plan geführt; den „Krieg gegen den Terror" verkündet, aber Osama Bin Laden in sieben Jahren nicht erwischt; das Ansehen der USA in der gesamten Welt, besonders aber in der muslimischen, nachhaltig ruiniert; „freedom" verkündet, aber Folter und jahrelanges Einsperren ohne Prozess eingeführt; von den Segnungen des Kapitalismus gefaselt, aber eine immense Finanzblase begünstigt und eine Schlüsselindustrie (Autos) beim strategischen Missmanagement unterstützt - im Unterschied zu anderen fragwürdigen Präsidenten (Nixon) hat George W. Bush nichts, absolut nichts Positives vorzuweisen. Einsame Leistung. Das einzige Richtige wäre der sofortige Rücktritt. Aber dieser Katastrophenpräsident hat noch nie etwas Richtiges gemacht. (DER STANDARD, Printausgabe, 17.12.2008)