Wien - Das Sozialministerium hat seine Angaben von gestern, Dienstag, zu der von Sozialminister Rudolf Hundstorfer unterzeichnete Verordnung betreffend der "Erschwerniszulagen" beim Pflegegeld am Mittwoch korrigiert. Demnach erhalten Demenzkranke über alle Pflegestufen hinweg einheitlich 25 Stunden zusätzlich; bei schwerbehinderten Kindern und Jugendlichen hingegen liegt die Zahl der zusätzlichen Stunden zwischen 50 und 75. Die Gesamtkosten für die Pflegegelderhöhung sowie die Erschwerniszulagen beziffert das Ministerium mit rund 120 Millionen Euro für 2009.

Die von Hundstorfer unterzeichnete Verordnung unterscheidet sich nun doch nur geringfügig vom ursprünglichen Entwurf seines Vorgängers Erwin Buchinger. Geändert wurde lediglich die Zahl der Stunden bei Demenzkranken. Statt der ursprünglich geplanten 30 Stunden zusätzlich für Bezieher der Pflegegeldstufen 1 und 2 und 20 Stunden für jene der Stufen 3 und 4 werden nun einheitlich 25 Stunden Pflegebedarf bei der Einstufung dazugerechnet - und zwar über alle Pflegegeldstufen hinweg.

Gleich bleibt hingegen die Regelung bei schwerbehinderten Kindern und Jugendlichen. Jenen bis zum siebenten Lebensjahr werden pauschal 50 Stunden zusätzlich zugestanden, für jene vom siebenten bis zum 15. Lebensjahr gibt es 75 Stunden mehr.

Die Kosten für die Pflegegelderhöhung (gestaffelt zwischen vier und sechs Prozent) betragen für das Jahr 2009 laut Sozialministerium 89 Mio. Euro, für die Erschwerniszulagen rund 30 Millionen Euro - gesamt also rund 120 Millionen Euro. (APA)