Wien - Die aon hotVolleys haben am Mittwochabend in der Volleyball-Champions-League ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben. Die Wiener unterlagen zwar Trentino Volley daheim 2:3, boten dabei aber eine starke Leistung und knöpften den Italienern die ersten beiden Sätze an insgesamt vier Spieltagen ab. Die Wiener sind freilich damit weiter Tabellenletzte, könnten im Jänner mit Siegen in ihren beiden in Gruppe E noch ausständigen Spielen aber noch ins Achtelfinale kommen.

Trentino war als klarer Favorit angetreten, auch weil es in der vergangenen Woche daheim gegen die hotVolleys glatt 3:0 gewonnen hatte. Doch der ÖVV-Meister spielte dann von Beginn an engagiert und hielt mit, musste sich allerdings im Finish der ersten beiden Sätze jeweils knapp geschlagen geben. Doch das Gastgeber-Team bäumte sich auf und schaffte den Satzausgleich, ehe die Italiener doch die größeren Kraftreserven hatten. Antunovic dennoch: "Ich bin stolz, Trentino ist das Juventus des Volleyball."

Die hotVolleys hatten Antunovic als Diagonalangreifer eingesetzt, da Nationalteamspieler Philip Schneider wegen eines Bandscheibenvorfalls kurzfristig passen hatte müssen und womöglich länger ausfällt. Michael Laimer rückte dafür auf Antunovic' Mittelblocker-Position. Mit dieser Aufstellung hatte Coach Claudio Cuello einen Glücksgriff getan, außerdem spielte Juan Pablo Porello diesmal ausgezeichnet, vor allem aber auch der neue Aufspieler Fernando Morales.

"Wir haben wieder die Lust und Freude am Volleyball gefunden", meinte hotVolleys-Manager Peter Kleinmann nach der gelungenen Vorstellung seiner Mannschaft. "Wir haben heute zum ersten Mal in dieser Saison Volleyball gespielt, wir haben um unsere Identität gekämpft." Nach gewonnenen Punkten unterlagen die hotVolleys lediglich 111:112, bei Service-Assen und im Angriff waren sie stärker, im Block freilich unterlegen.

Eine Niederlage gegen Trentino sei laut Kleinmann keine Schande, im Jänner gegen Bled und bei Beauvais müssten nun aber Siege her. Diesen Partien will Kleinmann alles unterordnen, auch das Gastspiel in der Mitteleuropaliga (MEVZA) am Freitag gegen Humenne. Eigentlich wäre diese Partie gegen die Ungarn für den Aufstieg in das Final Four vorentscheidend, die hotVolleys bekamen aber am Mittwoch die Ausrichtung des Final Four zugesprochen und sind somit fix qualifiziert.

Im ersten Match der Doppelveranstaltung im Wiener Budocenter war Damen-Meister SVS Post Pesaro aus Italien 0:3 unterlegen, auch die Post-Damen sind damit noch sieglos, die Italienerinnen weiter ungeschlagen. Am 14. Jänner steht die nächste Doppelveranstaltung im Budocenter auf dem Programm, SVS Post spielt gegen Istanbul und die hotVolleys gegen Ach Bled aus Slowenien. (APA)