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Kein Spermien-Stopp durch die schwarze Brause ...

Foto: REUTERS/Tim Wimborne

London - Coca Cola ist kein geeignetes Verhütungsmittel - weder oral noch vaginal zu sich genommen. Dass die US-Medizinerin Deborah Anderson diesen wenig überraschenden Umstand im Fachmagazin "British Medical Journal" erklären musste, hat seinen Grund: Dieses Jahr wurde eine alte und längst widerlegte Studie Andersons und ihrer Kollegen aus den 80ern nachträglich mit dem ig-Nobel-Preis für Chemie "ausgezeichnet". Die Professorin für Geburtshilfe und Gynäkologie der Harvard Medical School in Boston befürchtete nun, die ironische Auszeichnung könne das Gerücht, dass Cola Spermien abtöte, weiter verbreiten.

Und solche Befürchtungen sind gar nicht an den Haaren herbeigezogen: In den USA beispielsweise war die "Methode", Scheidenspülungen mit Cola nach dem Sex zwecks Verhütung einzusetzen, in den 50er und 60er Jahren angewandt worden. In manchen armen Ländern würde dies heute immer noch getan.

Das Getränk habe keine empfängnisverhütende Wirkung, stellte Anderson nun erneut klar. Zudem würde eine Cola-Dusche nach dem Sex die Samenzellen auch gar nicht mehr "einholen". Tatsächlich könne Cola für den Unterleib der Frau sogar gefährlich sein: Das Getränk töte nützliche Bakterien in der Vagina ab und steigere so das Risiko für Infektionen und sexuell übertragbare Krankheiten. Zudem gebe es effektivere Verhütungsmethoden ... deren Anwendung auch einfacher sei.  (APA/red)