Der Oberste Gerichtshof hat dem Vernehmen nach das Gratiszeitungs-Joint Venture zwischen der Tiroler Moser Holding ("Tiroler Tageszeitung") und der Styria Medien AG ("Kleine Zeitung", "Die Presse", "WirtschaftsBlatt") genehmigt. Dem bundesweiten Gratiszeitungs- und Anzeigenring, mit dem die beiden Verlagshäuser ab 2009 nach eigenen Berechnungen mehr Leser erreichen wollen, als die "Kronen Zeitung", dürfte nun nichts mehr im Weg stehen.

Die Bundeswettbewerbsbehörde hatte dem gemeinsamen Unterfangen im Oktober Steine in den Weg gelegt, als sie - knapp vor Ablauf der Einspruchsfrist - ein Veto gegen das Joint Venture einbrachte. Der Styria-Vorstandsvorsitzende Horst Pirker vermutete dahinter Druck seitens des Konkurrenten Mediaprint ("Kronen Zeitung", "Kurier"), was der für die "Krone" zuständige Mediaprint-Geschäftsführer Franz Prenner damals zurückwies.

Das Kartellgericht hatte der Gratiszeitungskooperation schon im September grünes Licht gegeben. Nach dem Einspruch der Bundeswettbewerbsbehörde ging die Causa in zweiter und letzter Instanz an den Obersten Gerichtshof. Dieser hat nach APA-Informationen nun zugunsten der beiden Verlagshäuser entschieden. Eine offizielle Bestätigung stand am Donnerstagnachmittag noch aus. (APA)