Mit einer gemeinsamen Softwareschmiede wollen Venezuela und Kuba mehr Unabhängigkeit bei Computerprogrammen erreichen. Beide Länder hätten ein entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet, wie die staatliche venezolanische Ölgesellschaft PDVSA am Donnerstag mitteilte. Der Staatsbetrieb soll demnach 51 Prozent an dem sozialistischen Softwarehaus halten, die kubanische Firma Albet S.A. übernimmt die verbleibenden 49 Prozent.

Beide Länder wollen den Angaben zufolge mit der Guardián del ALBA S.A. getauften Firma eigene Computerprogramme entwickeln, um künftig mehr als 500 Millionen Dollar (359 Mio. Euro) jährlich an Lizenzgebühren zu sparen. Zu der Investitionssumme wurde nichts bekannt. Beide Länder unterzeichneten den Vertrag in der vergangenen Woche bei einem kubanisch-venezolanischen Wirtschaftstreffen, auf dem 173 Projekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als zwei Mrd. Dollar vereinbart wurden.(APA)