Klagenfurt - Ab dem Schuljahr 2009/10 wird die "Neue Mittelschule" in Kärnten um 53 erste Klassen erweitert. Somit gäbe es Platz für 1.325 Schüler, sagte Landesschulratspräsidentin Claudia Egger (B) am Freitag vor Journalisten in Klagenfurt. Der Unterricht werde nach dem Lehrplan des Realgymnasiums geführt, außerdem soll die Lehrerfortbildung im Vordergrund stehen. Die erforderlichen Mittel dafür würden hauptsächlich vom Land getragen, so Egger.

Der Modellversuch zur "Neuen Mittelschule" wird neben weiteren Klassen in Klagenfurt, auf Feldkirchen, Villach, St. Veit, Wolfsberg und Völkermarkt ausgeweitet. Konkret handelt es sich bei den Standorten um die Klagenfurter Hauptschulen HS 2 Waidmannsdorf, HS 3 Hasnerschule, HS 5 Wölfnitz, HS 6 St. Peter, HS 7 Benediktinerschule, HS 10 St. Peter, HS 11 Annabichl, HS 12 Kneippgasse und HS 13 Viktring.

Partnerschulen

In Feldkirchen beteiligen sich die HS 3 Feldkirchen in Kooperation mit der Handelsakademie (HAK), Villach schließt sich mit den Partnerschulen HS 1 Villach und Höhere technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt (HTL) an. Der Bezirk Wolfsberg startet mit Partnerschaften zwischen der HS 1 Wolfsberg und dem Bundesoberstufenrealgymnasium (BORG), der HS 3 Wolfsberg und der HTL sowie der Hauptschule St. Andrä mit der Fachschule für Sozialberufe in den Modellversuch.

Außerdem schließen sich die Hauptschulen Weitensfeld und Straßburg mit dem Gymnasium St. Ursula in Gurk (alle Bez. St. Veit) zur "Neuen Mittelschule" zusammen - in Völkermarkt sind es die Hauptschulen Völkermarkt und Bleiburg mit der HAK Völkermarkt. Die Schüler bekommen ein Zeugnis der "Neuen Mittelschule", welches aber die Gültigkeit eines Realgymnasiumszeugnisses hat.

Projekt permanent begleitet

Das Modell für die nahezu flächendeckende Einführung der "Neuen Mittelschule" in Kärnten wurde vom Landesschulrat, der Pädagogischen Hochschule Kärnten (PH) und dem Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung (BIFIE) gemeinsam entwickelt. Generell werde verstärkt auf die Fortbildung der Lehrer gesetzt, das Projekt würde permanent begleitet und das Know-how der Lehrer gestärkt, bis sie das Projekt selber tragen könnten, erklärte BIFIE-Direktor Josef Lucyshyn.

Die für den Modellversuch notwendigen Ressourcen würden zum Großteil vom Land Kärnten getragen, auch der Bund beteilige sich mit sechs Stunden, so Egger. Momentan besuchen 128 Schüler die "Neue Mittelschule", die "Modellregion Klagenfurt I" besteht aus der Praxisschule der Pädagogischen Hochschule (PH) und der AHS Hubertusstraße. In der "Modellregion Klagenfurt II" gibt es die Hauptschule St. Ursula und das Bischöfliche Realgymnasium St. Ursula. (APA)