Grafik: DER STANDARD

Bild nicht mehr verfügbar.

Seltener Trost für die ORF-Führung: Zumindest die Quote blieb im ORF stabil.

Foto: APA/Jäger

47,1 Prozent Tagesmarktanteil ragen bisher einsam aus den Dezemberquoten: Den Spitzenwert am 13. verschafften dem ORF Skirennen, Skispringen und "Wetten, dass ...?".

Im Monatsschnitt bis inklusive Donnerstag erreichte der ORF rund 39,1 Prozent Marktanteil in Kabel- und Satellitenhaushalten (Zuschauer ab zwölf Jahren), der vom Küniglberg gewählten Messgröße für seinen Quotenerfolg.

Vorläufige Bilanz für das Gesamtjahr 2008 nach Berechnungen des STANDARD: 39,3 Prozent Marktanteil mit ORF 1 und 2 (österreichweit: rund 41,8 Prozent). Mit dem Weihnachtsprogramm könnten es noch exakt die 39,4 Prozent Jahresmarktanteil von 2007 werden.

Seltener Trost

Seltener Trost für die ORF-Führung zwischen auf 100 Millionen verdreifachtem Verlust, kalter Schulter der Regierung zu Geldwünschen, die lieber das Management infrage stellt, Jobabbau, Programmkürzungen.

Aber: Mit 39,4 Prozent hielte der ORF den schlechtesten Marktanteil seiner Geschichte. Den verdankte er 2007 der Programmreform und dem massenhaften Umstieg auf digitales Satelliten-TV.
Fußballeuropameisterschaften und Nationalratswahlen treiben gemeinhin die ORF-Quoten nach oben. Diesmal halfen Ereignisse wie diese nur, den Stand zu halten.

Private legen zu

ATV und Puls weisen Werte für ganz Österreich aus. Beim Publikum ab zwölf legte ATV von 2,7 auf 3 Prozent zu, in der Werbezielgruppe von 3,7 auf 4,2 Prozent, bei den jungen Zuschauern von 3,7 auf 4. Die meisten sahen hier 2008 die Debatte zur Nationalratswahl mit 324.000, die SP-Chef Werner Faymann schwänzte.

Auch bei Puls liegt die "Wahlarena" mit 156.000 knapp vor Natascha Kampuschs Premierensendung. Der Sender verdoppelte seine Marktanteile seit Neustart Ende Jänner auf fast 1,9 im Dezember in der Werbezielgruppe. Jahresschnitt dort: 1,3 Prozent beim Publikum ab 12 Jahren 1,1. (DER STANDAR;d Printausgabe, 20./21.12.2008)