Wien - FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache wird für die EU-Wahlen im Juni 2009 den bisher einzigen FPÖ-Europaabgeordneten Andreas Mölzer als Spitzenkandidaten vorschlagen. "Ich halte ihn für die geeignetste Persönlichkeit". Die Erwartungen setzt Strache eher niedrig an. Man wolle "zwei, drei Mandate" erreichen. Eine "Verfünffachung wäre ein politisches Wunder, aber wir schließen gar nichts mehr aus".

Was die EU betrifft, sei Europa größer als der "Verein" Europäische Union. Die FPÖ sie keineswegs anti-europäisch, sondern pro-europäisch. Ob damit die in den Raum gestellte Drohung eines möglichen Austritts aus der EU vom Tisch sei, beantwortete Strache so: "Die EU ist nicht Europa. Wir müssen Europa wieder eine Seele geben. Es geht um die Rettung der christlichen europäischen Seele. Wir wollen ein föderales Europa der Vaterländer", bekräftigte er, Partnerschaften zu den südosteuropäischen Staaten und eine Vertiefung der Partnerschaft mit Russland, "aber nicht mit der Türkei". Die ablehnende Haltung Sloweniens zu einem EU-Beitritt Kroatiens verurteilte Strache scharf: "Ich habe überhaupt kein Verständnis für die Slowenen. Kroatien hat seine Beitrittsreife außer Zweifel gestellt". (APA)