Peking  - In China wird die Armutsgrenze deutlich angehoben, so dass nun dreimal so viele Menschen offiziell als arm gelten. Alle Menschen, die jährlich weniger als 1.100 Yuan (115 Euro) zum Leben hätten, würden ab kommendem Jahr als arm eingestuft, berichtete die staatliche Zeitung "China Daily" am Dienstag. Bisher hatte die Grenze bei 785 Yuan gelegen.

Nach der neuen Definition gelten statt bisher 14,8 Millionen künftig 43,2 Millionen Menschen in China als arm. Damit können deutlich mehr Menschen Anspruch auf Unterstützung durch die staatlichen Hilfsprogramme erheben, für welche die Regierung in diesem Jahr umgerechnet 17,5 Milliarden Euro ausgab. China hatte erstmals 1985 eine Armutsgrenze von damals 200 Yuan festgelegt. (APA/AFP)