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Grafik: APA

Wien - Der mit der geplanten Absetzbarkeit von "mildtätigen" Spenden mögliche Steuerbonus wird mit der Höhe des Einkommens steigen. Je mehr jemand verdient, desto mehr kann er sich ab nächstem Jahr auch vom Fiskus für eine Spende zurückholen. Der konkrete Bonus hängt von der jeweiligen Steuerklasse ab.

Den Bonus lukrieren können nur Personen, die auch Steuern zahlen, das sind Erwerbstätige ab einem Bruttogehalt von 1.217 Euro sowie Pensionisten ab einem Bruttobezug von 1.055 Euro. Abgesetzt können jedenfalls bis zu maximal zehn Prozent des Einkommens werden. Für eine 100-Euro-Spende beträgt dann der Steuerbonus je nach Steuerklasse zwischen 36,5 und 50 Euro.

Ausschlaggebend ist die sogenannte Steuerbemessungsgrundlage, das heißt das jährliche Einkommen ohne Sozialversicherung und nach Abzug verschiedener möglicher Absetzbeträge wie etwa der Werbungskosten oder der Pendlerpauschale. Bei einer Steuerbemessungsgrundlage zwischen 11.000 und 25.000 Euro beträgt der Steuersatz nach der ab 1. Jänner geplanten Steuerreform künftig 36,5 Prozent. Dieser Wert ist auch für den Spendenbonus relevant, das bedeutet, dass jemand mit einem Bruttogehalt von 2.000 Euro monatlich, der in diese Steuerklasse fällt, dann von einer 100 Euro Spende 36,50 Euro von der Steuer zurückbekommt. Bei einer jährlichen Steuerbemessungsgrundlage zwischen 25.000 und 60.000 Euro beträgt der neue Steuersatz 43,2 Prozent und somit auch die Steuerersparnis 43,20 Euro für eine 100 Euro Spende. Für alle darüber liegenden Einkommen beträgt der Grenzsteuersatz 50 Prozent und der Steuerbonus damit 50 Euro.

Regelung durch Ministerrat

Der Ministerrat hat am Montag die Eckpunkte der Regelung zur Kenntnis genommen, das Gesetz soll dann gemeinsam mit der Steuerreform bis April im Parlament beschlossen werden, aber rückwirkend ab 1. Jänner gelten. Über den Steuerausgleich für 2009 kann damit der Steuerbonus für eine humanitäre Spende oder zugunsten eines Entwicklungshilfeprojekts eingereicht werden. (APA)